"Da haben wir es.
Dummheit in ihrer reinsten Form....
Unsere Füße baumeln.
Ich betrachte sie und dann betrachte ich die Jeans auf Audreys Beinen.
Wir sitzen jetzt einfach nur da.
Audrey und ich.
Und das Unbehagen.
Eingezwängt zwischen uns.
Dann sagt sie: "Du bist mein bester Freund."
"Ich weiß"
Mit solchen Worten kann man einen Mann umbringen.
Ohne Waffe.
Ohne Kugel.
Nur fünf Worte und ein Mädchen."
-Markus Zusak - Der Joker-
Es gibt diese Lieder, die uns immer an eine bestimmte Person, oder ein bestimmtes Erlebnis denken lassen. Sie sind die Hintergrundmusik für den ersten Kuss gewesen, die Begleitung an einem besonderen Abend, der aktuelle Ohrwurm im Urlaub mit Freunden oder der Soundtrack zum Liebeskummer. Sind diese besonderen Momente erst einmal mit der Musik verknüpft, ist es nahezu unmöglich beides wieder voneinander zu trennen.
Noch viel stärker ist jedoch Musik, die man mit etwas anderem verbindet: Die wir nachts im Auto - bei offenem Fenster und dem Fahrtwind entgegen - so laut stellen, dass wir sie nicht nur mitsingen, sondern mitschreien müssen, um unsere Stimme noch zu hören. Stücke, die wir in der Endlosschleife spielen und für die wir gerne eine Autobahnausfahrt verpassen, nur um noch ein wenig mit ihnen alleine zu sein. Es sind jene Songs, die für eine ganz bestimmte Entscheidung und dadurch gleichzeitig für eine bewusste Veränderung stehen!Irgendwann funktionieren diese Tonspuren schließlich wie die Glocke beim Pawlow'schen Reflex: Bereits bei den ersten Akkorden ist das Gefühl wieder da, welches wir in der Zeit hatten, als wir sie immer und immer wieder gehört haben. Doch es geht auch andersherum - manchmal kehren bestimmte Songs mit Absicht zurück, weil wir genau diese damit assoziierte Entscheidung noch einmal treffen...
Zweifelsohne gehört es zu den spannendsten und interessantesten Dingen im Leben einen neuen Menschen kennen zu lernen!
Damit meine ich nicht die flüchtigen Bekanntschaften, die wir immer wieder machen, oder Menschen, die wir aufgrund von "äußeren Umständen" - gemeinsame/s Freunde, Wohnen, Arbeiten, Familie - in unser Leben aufnehmen. Die Rede ist von einer Person, die wir treffen und dann voller Neugier und Begeisterung erforschen wollen. Was treibt sie an? Was beschäftigt sie? Was bringt sie zur Weißglut und wie kommen wir miteinander aus? Diese Phase des gegenseitigen Erforschens lässt uns regelrecht euphorisch werden, wenn sie auf Gegenliebe stößt: Da werden nächtliche SMS ausgetauscht, die Stunden am Telefon nicht gezählt, Geständnisse gemacht und manche Fotos nur geschossen, um sie dem jeweils anderem zu zeigen. Bei jeder Nachricht taucht dieses kurze Kribbeln auf, welches sich nur wenig später in ein breites, glückliches Grinsen verwandelt. Man versucht den anderen aus der Reserve zu locken, noch besser kennen zu lernen und einen Blick hinter die Fassade zu werfen. Mauern werden langsam abgebaut und mit jedem abgetragenem Stein eröffnet sich ein neuer Blick auf das Gegenüber, den es zu erfassen gilt. Vertrauen entsteht.Diese Zeit kann fast alles sein: Der Beginn von etwas Neuem, manchmal auch schon fast wieder das Ende davon, aber nie langweilig. Es ist ein wahnsinnig schönes Gefühl, wenn man mittendrin steckt und ein weniger schönes, wenn man diese Zeit wieder verliert, denn auch das passiert und es passiert oft.
Im Idealfall kehrt dieses Gefühl - diese Euphorie - diese Zeit jedoch immer wieder zurück. Bei dem gleichen Menschen.
Manchmal ist es gar nicht so einfach entspannt mit Endlosschleifen umzugehen...
And there's a shadow in the sky , and it looks like rain....
Wasser ist zweifelsohne mein Lieblingselement: Schwimmen konnte ich eher als Fahrrad fahren, mit mehr als dem kleinen 1x1 rechnen und die 16 Bundesländer Deutschlands auswendig aufsagen. Ich erinnere mich, dass ich stundenlang in der Badewanne sitzen und das Wasser von einem Gefäß ins nächste kleine Fläschchen und wieder zurück gießen konnte. Das Spielzeug lasse ich zwar inzwischen weg, aber im warmen Wasser liegen und den Tag beschließen, ist trotzdem noch eine schöne Beschäftigung zum Feierabend. Den Temperaturregler stelle ich dabei auf 50°C, wobei ich nie glaube, dass es tatsächlich so heiß ist. Kaltes Wasser dagegen ist optimal zum Mit-den-Füßen-planschen während des Sommers. Wenn ich Wasser sehe, kann ich oft meinen Blick kaum davon abwenden - das gilt für Mineralwasser im Glas genauso wie für prächtige Wasserfälle. Ich liebe das Meer und das Baden im See und ich mag den Regen: Heftiger, lauter, unaufhörlicher Regen. Schon allein der Geruch von frischem Regen, gepaart mit dem Teer der Straßen, oder dem Gras der Wiesen, ist es wert die Fenster aufzureißen, wenn man nicht selbst im Freien steht/ geht. Das Geräusch jedoch - rhythmisches Prasseln, gleichmäßiges Schütten, gläsernes Klackern - ist in den passenden Momenten die schönste Hintergrundmusik für einen Abend zu Zweit, mindestens aber der absolute Garant für einen wunderbaren Schlaf.